Stripes
Denn wir schreiben Geschichte
Schnitt!

Und jetzt bist du da. Und ich weiß einfach nichts mehr, mit mir anzufangen. Es ist zum Verrückt werden. Die letzten Männer, alle miteinander, waren nur für eine Nacht, vielleicht für eine Woche. Nichts ernstes, nichts, was etwas bedeutet hätte. Und dann kommst du. Einfach so und ich habe das erste Mal seit langem das Gefühl, dass es passen könnte. Dass ich dich wirklich in mein Herz schließen könnte. Aber ich kann mit diesem Gefühl gar nicht umgehen. So lange war es nicht da und plötzlich doch wieder. Ich fühle mich total hilflos.

Es war nicht viel, was zwischen uns war. Und eigentlich war es nichts. Aber was das und du in mir ausgelöst habt, ist unglaublich. Ich würde nicht sagen, dass ich verliebt bin. Nein, das ginge zu weit. Aber verknallt bin ich, zumindest ein bisschen. Das Problem ist, dass du nicht hier bist. Du bist viel zu weit weg und ich wäre so gerne bei dir. Oder hätte dich so gerne hier. Die Tatsache, dass ich dich nicht jeden Tag sehen kann, macht es mir so unglaublich schwer, einzuschätzen, was ich überhaupt fühle.

Ich weigere mich, da mehr als unbedingt nötig reinzuinterpretieren. Ich will mir keine Hoffnungen machen, wenn da nichts ist. Ich habe Angst vor Gefühlen, vor allen. Vor allem, vor meinen eigenen. Ich will mich gar nicht, damit auseinander setzen. Ich wünsche mir, dass ich noch in der Phase bin, in der ich entscheiden kann, was du für mich bist. Ich bilde mir ein, ich könnte es wirklich beeinflussen. Dabei kann ich es schon längst nicht mehr.

Es kann auch sein, dass ich mir das alles nur einbilde. Dass ich mir so sehr wünsche, dass es endlich wieder passt. Und dass dieser Wunsch dich jetzt getroffen hat. Ganz zufällig, ganz unabsichtlich. Du weißt gar nicht, wie oft ich dieses Zufallsszenario in meinem Kopf durchspiele. Wie oft ich mir überlege, was gewesen wäre, wenn ich zehn Minuten später da gewesen wäre. Wenn ich mich von der Kälte hätte abschrecken lassen. Wenn ich einfach woanders hingegangen wäre. Oder du. Dann hätten wir uns nie kennengelernt.

Ich glaube nicht an Schicksal. Aber auch nicht an Zufälle. Du etwa?
28.10.09 22:39


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Heute Nacht habe ich von dir geträumt, weißt du. Und es war definitiv kein schöner Traum. Aber ich träume in letzter Zeit ständig von dir. Das dritte Mal in vier Nächten, war es heute. Der erste Traum war grauenvoll! Du warst schlecht drauf, wegen deiner Freundin, die irgendetwas an ihrem Namen geändert hatte und deswegen hast du dir Sorgen gemacht. Der zweite Traum war großartig. Es ging um eine Mail - In der hast du mir gesagt, dass wir es miteinander probieren können und dass du dir sicher bist, dass es klappt. Danach aufzuwachen, war wirklich angenehm. Es ist schön, mit einem Lächeln auf den Lippen aufzuwachen, weil man etwas tolles geträumt hat. Und heute Nacht - Tja, heute Nacht habe ich geweint. In deiner Anwesenheit. Warum weiß ich schon gar nicht mehr. Ich erinnere mich eben nur selten komplett an meine Träume.

Eben habe ich dir gemailt. Und ich hoffe, dass du antworten wirst. Dass die Antwort eine großartige sein wird und dass wir uns bald sehen. Weißt du, du fehlst mir. Am liebsten würde ich dich jeden Tag sehen, aber dir das zu sagen - Oh nein, mit Sicherheit nicht.

In letzter Zeit schlafe ich abends immer ein, und stelle mir dich und mich vor. Ich muss sagen, wir sehen süß zusammen aus. Gestern war in meiner Vorstellung Sommer. Wir lagen abends am Aachener und haben Sterne geschaut. Es war einfach zauberhaft. Und im Sommer werden wir das wirklich machen. Ich bin ein Genie im unaufällig alle dazu zu bringen, was ich will. Und deswegen werden wir irgendeine Nacht draußen am See verbringen und Sterne gucken. Sieben Monate noch, dann sind Ferien - Dann ist Sommer. Sieben Monate Zeit, dich von mir zu begeistern.

Warum kannst du nicht wie alle anderen sein? Jeder andere Mann findet wenigstens irgendetwas, was er an mir toll findet. Und wenn es nur meine Lippen sind. Es ist traurig, wirklich. Was soll ich denn noch machen? Wie soll ich dich davon überzeugen, dass wir perfekt füreinander sind? Gott, wenn schon keine Beziehung - Warum dann nicht wenigstens Sex? Du hast Testosteron im Körper, mein Gott. Da muss das doch mal werden.

Verlieb dich doch einfach in mich, Romeo.
3.1.09 15:58


Am liebsten würde ich mich sofort bei dir melden. Dich anrufen, mit dir reden, einfach nur deine Stimme hören und wissen, dass du dich freust, von mir zu hören. Aber ich bin mir nicht sicher, ob du dich freuen würdest, und deswegen lasse ich es. Und der Mut, der fehlt mir sowieso.

Am liebsten würde ich dich anrufen, um dich zu fragen, ob sie deine Romanze ist. Ob du etwas für sie empfindest. Und ob ich überhaupt eine Chance habe. Aber ich habe Angst, dass sie tatsächlich mehr für dich sein könnte, und die Antwort Ja ist. Alles in mir drinnen will es wissen, und alles will es auch nicht wissen. Verdrängung!

Es ist grauenvoll, seit Weihnachten nichts mehr von dir gehört zu haben. Nicht mal Antworten auf meine SMS, was mich besonders rasend macht. Ich hasse es, warten zu müssen. Und ich hasse eigentlich nichts mehr, als unklare Verhältnisse, manövriere mich selbst jedoch immer wieder in solche hinein. Einerseits will ich Klarheit, damit ich mir entweder Hoffnungen mache, oder es lasse. Und andererseits will ich es auf keinen Fall wissen, ob das was werden könnte, oder nicht.

Ich bin drauf und dran, mir die Haare für dich zu färben. Drauf und dran, alle meine Gewohnheiten zu ändern. Und vor allem drauf und dran, mich bei dir zu melden. Vielleicht kamen meine Sms auch nicht an. Vielleicht, möglich – Unwahrscheinlich!

Ich will mich für jemanden ändern, der es vielleicht gar nicht bemerken würde. Und ich würde alles dafür tun, dass die Chancen steigen.

Traurig, dass ich so schlecht über meine Gefühle reden kann, dabei kann ich es eigentlich hervorragend gut. Nur nicht mit dir. Aus Angst. Ist Angst das Gefühl, wenn man verliebt ist? Eigentlich sollte es nicht so sein. Und wahrscheinlich muss ich diese Angst nicht mal haben. Habe ich aber. Und ich wünsche mir nichts mehr, als dass du mir diese Angst nimmst. So schwer ist das auch nicht. Du musst nur auf mein Herz aufpassen, ein bisschen. Nicht lange, nur eine kurze Zeit.

3.1.09 01:09


Romeo,

Es gibt vermutlich niemanden, der mehr Angst davor hat, sich zu verlieben, als ich. Du weißt, wie vorsichtig ich bin und da macht es eigentlich keinen Unterschied, ob es um ein verlassenes Industriegebiet geht, oder darum, sich zu verlieben. Ich kann nicht behaupten, dass mein Herz bisher besonders oft gebrochen wurde, im Grunde wurde ich davon sogar vollkommen verschont, aber gerade deswegen, will ich mein Herz schützen und mich auf keinen Fall verlieben. Aber vermutlich ist das genau die falsche Taktik. Wenn man nichts wirklich an sich heran lässt und immer alles direkt abwiegelt, so hat das Herz irgendwann nichts mehr zu tun und erkaltet. Das ist vermutlich auch der Grund, weswegen ich das ewige „Ich darf mich einfach nicht verlieben!“ aufgegeben habe und ausgerechnet bei dir all meine Vorsicht in den Wind geschlagen habe. Sagen, dass ich in dich verliebt bin, würde ich dir nie. Aus Angst vor deiner Reaktion, aus Angst vor dem „Das wird nichts“ und aus Angst davor, meine Illusion zu verlieren. Die Illusion und auch die Hoffnung, dass das vielleicht doch irgendwann etwas werden könnte. Und spätestens, wenn ich dir von meinen Gefühlen erzähle, muss ich mich auch mit deinen auseinandersetzen. Mit deinen realen Gefühlen, und nicht mit denen, die dir in meiner Illusion angedichtet habe. Manche mögen das vielleicht naiv nennen, ich halte das jedoch, meistens, für überaus klug. Es hat etwas mit Selbstschutz zu tun, würde ich sagen. Aber was bei zu viel Selbstschutz passieren kann, hatten wir eben bereits.

Es ist recht merkwürdig, wenn ich morgens aufwache und spätestens als drittes an dich denke und ich abends einschlafe und du irgendwo in meinem Kopf rumspukst – Und ich, wenn wir ganz ehrlich sind, dich kaum kenne. Du hast keine Ahnung, wie oft mir irgendwelche Fragen einfallen, die ich hätte, wenn du gerade nicht da bist und ich dich am liebsten anrufen würde. Und wie leer mein Kopf ist, wenn du vor mir stehst. Du hast mich nie erlebt, kurz bevor wir uns getroffen haben. Und hast mir auch hoffentlich nie hinterher geschaut, wenn sich unsere Wege wieder getrennt haben. Es wäre also nur allzu verständlich, wenn du mir sagen würdest, dass ich gar nicht in dich verliebt sein kann. Aber wenn ich etwas kann, dann ist es meine eigenen Gefühle einzuschätzen. Die, der anderen dafür kein bisschen, leider.

Am liebsten wäre es mir, wenn ich morgen früh aufwachen würde und in dir nicht mehr als einen Freund sehen würde. Denn das ist vermutlich das Maximum, was du in mir siehst. Und eigentlich ist es perfekt so, wie es ist. Wäre ich nicht in dich verliebt. Und weil ich nicht zu den Menschen gehöre, die so etwas einfach abstellen können, aber auch nicht zu denen, die über ihre Verliebtheit reden, werde ich genauso weiter machen, wie bisher auch. Ich bin überzeugt davon, dass du dich, wenn ich nur lange genug auf dein Unterbewusstsein einwirke, irgendwann in mich verlieben wirst. Am allerliebsten würde ich dir diesen Text zeigen, aber dann hätte ich wieder das Illusions-Problem. Oh, wie ich es hasse, absolut schlecht im Lesen der Reaktionen anderer bin. Meine Gedanken sind für alle wie ein offenes Buch, die der anderen für mich, meistens eines mit sieben Siegeln.

Ich könnte noch jahrelang weiter schreiben, aber das Schlimme ist, dass mir tatsächlich die Worte fehlen. Buchstaben sind das, womit ich am besten umgehen kann, und bei dir klappt es leider kein bisschen. Vermutlich würde ich mit ein paar Blicken, Bewegungen und Berührungen mehr aussagen können, als mit diesen ganzen Worten hier. Aber davor, dass du einen Schritt zurückgehen könntest, wenn ich einen auf dich zu gehe, davor habe ich die meiste Angst.

26.12.08 01:09


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